MATERNUS Reha News

5. Sozialarbeiter-Fachtagung
 in Bad Oeynhausen
„Soziale Arbeit und Demographischer Wandel"

Bereits eine kleine Tradition: Zum fünften Mal veranstalteten zehn Rehabilitationskliniken die „Bad Oeynhausener Sozialarbeiter-Fachtagung" in der historischen Wandelhalle im Kurpark. Hochkarätige Wissenschaftler wie Praktiker von Krankenkassen und aus Akut-Krankenhäusern referierten am 8. April vor den mehr als 120 Sozialarbeitern über neue Tendenzen, Herausforderungen und Lösungen in der Arbeit von Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und deren Zusammenarbeit. Landrat Dr. Ralf Niermann hielt ein Kurzreferat über die wirtschaftliche Bedeutung der Reha- und Gesundheitsbranche für den Kreis Minden-Lübbecke. Er sieht darin „ein enormes wirtschaftliches Potenzial". In Zeiten der älter werdenden Gesellschaft würden sich unter anderem, so betonte Niermann, auch die Wohnformen ändern. So stehe beispielsweise die Bauwirtschaft mit den Themen des barrierefreien und generationenübergreifenden Wohnens vor neuen Herausforderungen.
Die Bad Oeynhausener Reha-Kliniken veranstalten die Fachtagung zusammen mit der Deutschen Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen (DVSG).

Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzfeldes Gesundheit am renommierten Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, Essen, erläuterte in seinem Referat die großen gesellschaftlichen Tendenzen: in welchem Tempo die Gesellschaft altere, wie sich dies in Deutschland regional sehr unterschiedlich bemerkbar mache – so konstatierte er unter anderem große Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland - und welche Herausforderungen aus diesen Tendenzen entstehen. Die Konsequenz des Volkswirtes und Mathematikers Augurzky: Anstelle von weiteren konsumtiv geprägten Ausgaben wie in Mütterrente und Rente mit '63 müsse der Staat alle verfügbaren Mittel in die Gesundheits-Infrastruktur investieren, um diese modern zu halten. Und die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen – ob niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser oder Reha-Kliniken – haben seiner Meinung nach die Pflicht, ihre Zusammenarbeit sehr viel intensiver als bisher zu koordinieren, um möglichst effektiv im Sinne der Patienten zu arbeiten.

Falko Schlottmann, Berater bei der AOK Nordwest, informierte sehr anschaulich, wie Unternehmen im Kreis Minden-Lübbecke mit der Tatsache umgehen, dass auch ihre Belegschaften im Durchschnitt älter werden. Da die Beschäftigten in einem Stufenverfahren nach und nach erst mit 67 Jahren in Rente gehen werden, müssen die Unternehmen einiges tun, um Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu erhalten und entsprechend auch die Arbeitsplätze altersgerecht zu gestalten.

Schlottmann, der als Experte der AOK die Unternehmen konkret in allen Fragen der Gesundheitsförderung und des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützt, berichtet, dass inzwischen immer mehr Unternehmen sich um diese Themen kümmerten. So sei es auch deren Interesse, die Fehlzeiten zu minimieren. Zwar seien ältere Arbeitnehmer seltener krank als jüngere, jedoch seien diejenigen, die krank würden, deutlich länger krank. Er plädierte engagiert dafür, ältere und alte Arbeitnehmer differenziert zu betrachten. Es heiße in der Öffentlichkeit oft, diese seien weniger leistungsfähig. Das stimme so nicht. Vielmehr seien ältere Arbeitnehmer jüngeren in gewissen Fertigkeiten sogar überlegen, andere Fähigkeiten – dazu zählen unter anderem die Fähigkeit gut zu hören und zu sehen – ließen tatsächlich nach. Die Empfehlung von Falko Schlottmann: genau hinschauen und differenzieren.

Barbara Glasmacher, Leiterin der Abteilung Entlass-Management am Klinikum Dortmund, berichtete umfassend über das in Dortmund neu praktizierte und sehr anspruchsvolle Modell. Es hat das Ziel, alles zu tun, um Patienten ebenso frühzeitig wie umfassend auf ihre Entlassung aus dem Akut-Krankenhaus vorzubereiten und ihnen beim Übergang zu helfen, ob es nun der Übergang in ein Pflegeheim oder eine Reha-Klinik ist, oder ob sie wieder nach Hause gehen können.

Johannes Assfalg, Geschäftsführer der MATERNUS-Klinik, wandte sich zum Schluss an die gut 120 Sozialarbeiter, die meist im Sozialdienst von Krankenhäusern und Reha-Kliniken tätig sind, und erklärte im Namen der zehn Rehabilitations-Kliniken: „Es ist uns sehr wichtig, mit Ihnen im fachlichen Austausch zu bleiben." Er erinnerte daran, dass erstmals vor circa zehn Jahren eine solche Tagung mit damals noch 60 Teilnehmern veranstaltet worden sei. Das Interesse sei ständig gestiegen, und die Teilnehmer kämen inzwischen aus einem Umkreis von etwa 250 Kilometern angereist. Die veranstaltenden Reha-Kliniken würden dieses große Interesse einerseits als Kompliment annehmen, aber auch als Verpflichtung ansehen, zum Nutzen der Sozialarbeiter jeweils ein fachlich hochqualifiziertes Angebot zu präsentieren.
Die nächste Tagung wird im Jahr 2016 veranstaltet.

Download Vortrag Dr. Boris Augurzky / rwi Essen
Download Vortrag Holger Adolph / DVSG Berlin
Download Vortrag Falko Schlottmann / AOK NordWest
Download Vortrag Barbara Glasmacher /Klinikum Dortmund

Pressespiegel

Bildergalerie:

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MATERNUS aktuell
Klinik-Newsletter 1/2014

Der erste Newsletter des Jahres 2014 ist fertiggestellt!
In der Ausgabe 1/2014 unseres Newsletters "MATERNUS aktuell" informieren wir Sie unter anderem über Neuerungen in der - neurologischen - Therapie, Neuerungen in der orthopädischen und kardiologischen Abteilung und stellen die Abteilung Klinische Psychologie unter der Leitung von Frau Dipl.-Psych. Susanne Krappel vor.

Den kompletten Newsletter stellen wir Ihnen hier als Download zur Verfügung:

Download MATERNUS aktuell 1/2014

Bei Interesse senden wir Ihnen den Newsletter auch gern per Post zu. Bitte geben Sie uns einen kurzen Hiweis unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Das Armlabor – ein neuer therapeutischer Ansatz in der Rehabilitation und jetzt auch in der MATERNUS-Klinik

Die Behandlung eines gelähmten Armes nach Schlaganfall stellt ein Problemfeld in der neurologischen Rehabilitation dar und dieses sowohl im stationären wie im ambulanten Bereich. Die Erfolgsfaktoren des motorischen Lernens (Repetition, Shapening) können in der konventionellen rehabilitativen Behandlung oftmals nicht in ausreichendem Maße genutzt werden, weswegen sich die Unterstützung der Therapien durch apparative Therapiemethoden im Bereich der oberen, wie unteren Extremitäten anbietet. Hier spielt das Armlabor eine herausragende Rolle.

Dieser neue Therapieansatz mit seinen unterschiedlichen Therapiestationen und einer Circle-Training ähnlichen Therapieorganisation setzt bezüglich Einsatzbereich, Therapiedichte, Intensität der Übungen und Effizienz ganz neue Maßstäbe. Mittlerweile liegen hierzu umfassende Studienergebnisse aus nationalen und internationalen Untersuchungen vor, die die Wirksamkeit des Armlabors belegen. Zudem gibt es zunehmend klinische Erfahrungen, und dies nicht nur für den neurologischen Bereich. Dadurch gelangen neben der Neurologie auch zunehmend andere Indikationsbereiche wie die Orthopädie, die Geriatrie, die Handchirurgie und die Sturzprävention bei multifaktoriell-bedingten Bewegungsstörungen insbesondere bei älteren Menschen in den Fokus des klinisch-therapeutischen Interesses.

Das Armlabor ist somit vielseitig einsetzbar und bestens geeignet, einen spezifischen und dennoch interdisziplinär ausgerichteten Therapieansatz in der Rehabilitation zu verwirklichen.

 

 

Ohne OP gesund

Roland Sing ist ein anerkannter Gesundheits-Fachmann und Mitglied des Aufsichtsrates der MATERNUS-Kliniken AG. Im letzten Jahr hatte er während einer Sitzung in den Räumen der Klinik erneut akute Schulter-Schmerzen. Diese hatte er schon lange, eine Operation stand an. Die MATERNUS-Experten empfahlen ihm: eine Rehabilitation und keine Operation. Sie überzeugten ihn und seine Ärzte. Nach einer zehntägigen Reha in der MATERNUS-Klinik sagte Sing: „Ich habe deutlich weniger Schmerzen und bin viel beweglicher." Wichtig: Er macht sein Sportprogramm zuhause weiter.

Das ausführliche Interview mit Herrn Sing können Sie hier lesen:

Download Interview Roland Sing

5. Sozialarbeiter-Fachtagung in Bad Oeynhausen

In Kooperation mit der DVSG „Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen" organisiert die MATERNUS-Klinik Bad Oeynhausen im Namen des Arbeitskreises der Bad Oeynhausener Reha-Kliniken die 5. gemeinsame Fachtagung für Sozialdienste.

Die Veranstaltung findet am 8. April 2014 in der Wandelhalle in Bad Oeynhausen statt.
Das Thema der diesjährigen Fachtagung lautet:

„Soziale Arbeit und Demographischer Wandel"

Das detaillierte Programm können Sie dem Flyer entnehmen, der als Download zur Verfügung steht:

Download Flyer Sozialarbeiter-Fachtagung

Anmeldungen für diese Veranstaltung nehmen wir gern entgegen unter:
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MATERNUS aktuell
Klinik-Newsletter 12/2013

Der dritte Newsletter des Jahres 2013 steht zur Verfügung!
Die Ausgabe 12/2013 unseres Newsletters "MATERNUS aktuell" beinhaltet unter anderem Informationen über jüngste internationale Besuche, über Spezialbehandlungen in der Kardiologie und lässt Johannes Assfalg, Geschäftsführer und Alexander Rohloff, Qualitätsmangement-Beauftragter, im Interview zu Wort kommen.

Den kompletten Newsletter stellen wir Ihnen hier als Download zur Verfügung:

Download MATERNUS aktuell 12/2013

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